Treffen 2016-2017

  • Vom 6. bis zum 10. März 2017: „Sprachförderung durch Literal Videos“ in Diekirch

Laut Leah Greenblatt (28. Mai 2009) ist ein „Literal Video“ eine Parodie eines offiziellen Videoclips, in welchem die Originaltexte durch Texte ersetzt werden, welche die visuelle Handlung des Videoclips beschreiben. Diese Aktivität wurde vor allem von Nathalie Bintener und Isabelle Herold-Hardt vorbereitet.

Um das Thema vorzustellen und das gewünschte Ergebnis aus dieser Aktivität zu veranschaulichen, wurden den teilnehmenden Schülern einige Originalvideos und die entsprechenden „Literal Videos“ gezeigt (“Total Eclipse of my heart” von Bonnie Tyler und “Losing my Religion” von R.E.M.).

Um die Sprachförderung zu maximieren, wurden sechs Gruppen gebildet, welche jeweils aus Schülern mit unterschiedlichen Muttersprachen bestanden.

Die Schüler beteiligten sich an folgenden Aktivitäten:

  • sie stellten sechs „Literal Videos“ mit neuen Texten inklusive Untertitel zum besseren Verständnis des englischen Textes her,
  • sie nahmen an einem Liveauftritt teil, welcher am Donnerstag, den 9. März 2017 im Theater des LCD stattfand.

Die Schüler mussten folgende Schritte durchführen, um das Projekt erfolgreich abzuschließen:

  • Clips aus einer Liste von vorgeschlagenen Originalvideos auswählen,
  • Originalclips analysieren (sowohl Texte als auch Bildmaterial),
  • neue (englische) Texte schreiben, welche die visuelle Handlung der Videoclips beschreiben,
  • an einem Tutorial zur Textbearbeitung von Jean-Roland Lamy-au-Rousseau teilnehmen,
  • die neuen Texte in die Clips übertragen,
  • die „Literal Videos“ (mit den neuen Texten) vor dem Liveauftritt proben,
  • die neuen Texte aufnehmen.

Außerdem hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kultur und das Schulsystem Luxemburgs kennenzulernen. Die Aktivität wurde mit einem Rundgang durch die Stadt Luxemburg sowie einem geselligen Abend in einem Restaurant auf dem Lande abgeschlossen.

  • Vom 26. bis zum 29. September 2016: „Sprachförderung durch Fotografie“ in Šternberk

Am ersten Morgen trafen sich alle Schüler und Lehrer, um sich gegenseitig kennen zu lernen und um sich Vokabular in Bezug auf das Thema des Programms, nämlich “Menschen bei der Arbeit”, anzueignen. Danach hielten die Schüler kurze Präsentationen zu Fotos und Texten über „Menschen bei der Arbeit“, die sie in ihren jeweiligen Heimatländern gemacht und geschrieben hatten.

Die Schüler wurden in internationale Gruppen aufgeteilt, um eine bessere Sprachförderung zu erreichen. Sie bereiteten in der Folge Interviews vor, welche sie nachmittags mit zuvor ausgewählten Arbeitern in Šternberk führten. Später trafen sie die Interviewpartner und nahmen auch Fotos von ihnen bei der Arbeit. Das so gewonnene Foto- und Textmaterial wurde zu PowerPoint-Präsentationen verarbeitet, welche die Schüler sich am folgenden Morgen gegenseitig vorführten.

Die Schülergruppen fuhren dann in die Stadt Olomouc, welche 20 Kilometer entfernt von Šternberk ist. Das Hauptziel der Aktivität war es, die Arbeitsmöglichkeiten in Šternberk (15 000 Einwohner) und in Olomouc (100 000 Einwohner) miteinander zu vergleichen.

Am dritten Tag der Aktivität besuchten die Schüler die Region Dolní Morava, welche lange Zeit eine hohe Arbeitslosenquote kannte. Doch vor kurzem wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Aufgabe der Studenten war es, Beispiele für solche Jobs zu finden, sie zu fotografieren und zu beobachten, wie sich die Region verändert hat.

Am Morgen des letzten Tages stellten die Schüler zwei fotografische Reportagen am PC her – eine von der Reise nach Olomouc und eine von Dolní Morava. Anschließend trugen die Schüler dazu bei, die Ausstellung ihrer Fotos und Texte im Šternberker Kloster zu installieren. Die feierliche Vernissage der Ausstellung fand am Donnerstag Nachmittag statt.

Treffen 2015-2016

  • Vom 29. Februar bis zum 3. März 2016: „Sprachförderung durch Theater“ in Saint-Amand-les-Eaux

Die Schüler hatten im Vorfeld den Roman „Die Welle” von Todd Strasser gelesen. Es gab vier Gruppen von Schülern mit jeweils einem Schüler aus jeder der teilnehmenden Schulen, um die Sprachförderung zu optimieren. Die Schüler verfassten und inszenierten Sketche zu den Themen Manipulation, Indoktrination und Toleranz, für welche „Die Welle” nur als Beispiel diente.
Die erste Gruppe schrieb einen Sketch über die Dreharbeiten eines Joghurtwerbespots, die schrecklich schiefliefen, da die schauspielerischen Leistungen des Darstellers sehr zu wünschen übrigließen und er zudem Joghurt nicht mochte. Der zweite Sketch handelte von einem Politiker, der eine unverständliche Rede hielt, in der er Schlagwörter wie Solidarität und gegenseitige Unterstützung bemühte, wohingegen sein eigentliches Ziel war, Geld für die Finanzierung seiner politischen Laufbahn zu sammeln. Der dritte Beitrag war die Rede eines Armeeoffiziers, der die Soldaten motivieren sollte, in den Krieg zu ziehen, wobei Parolen wie Verteidigung, Krieg und Loyalität benutzt wurden. Der vierte Sketch handelte von drei obdachlosen Vagabunden, die mit Sprüchen wie Bedürfnisse, Hilfe und Geld zu punkten versuchten. Bei der Aufführung dieser Sketche waren der Schuldirektor von der Institution Notre-Dame des Anges, Schüler, Gastfamilien, Lehrer und eine Journalistin zugegen.

  • Vom 29. bis zum 2. Oktober 2015: „Sprachförderung durch Comics“ in Mönchengladbach

Die Schlüsselelemente zum Erfolg dieses Treffens basierten auf den Vorbereitungen der Schüler im Vorfeld:

  • Märchen, Legenden oder Sagen, die Ihr Land repräsentieren, wurden von den  Schülern ins Englische übersetzt. Die Schüler des LCD entschieden sich für die Sage der schönen Melusina, der Ahnfrau der Luxemburger Grafen.
  • Existierendes Bildmaterial von der Hauptperson wurde von den Schülern nachgesucht und diente als Basis für den Comic.
  • Dann fertigten die Schüler eine Skizze des Protagonisten an, die als Ausgangspunkt für den Comic diente.
  • Die Hintergrundmusik, passend zum jeweiligenThema, wurde vorab von den Schülern ausgesucht.

In Gruppen, gebildet mit jeweils einem Schüler aus jeder Schule, wurden die Comics gemeinsam mit der Unterstützung von verschiedenen Lehrern erarbeitet. Die handgefertigten Skizzen wurden mit CorelDRAW eingefärbt. Die sechs Produkte dieser Gruppenarbeiten wurden schließlich mit dem Präsentationsprogramm Prezi allen andern vorgestellt.

  • Vom 21. bis zum 24. April 2015: „Sprachförderung durch Musik“ in Valkenswaard
Gedichte zu den Themen Bauwesen und Engineering, Wasser und Feuer, Engel und Dämonen, urbanes Leben, Transport und Fauna wurden vorab von den Schülern ausgesucht. In Valkenswaard wurden Gruppen mit jeweils einem Schüler der sechs anwesenden Schulen gebildet, um eine bessere Sprachförderung zu erreichen. Diese Gruppen haben mit Hilfe von Sprachlehrern zwei Gedichte analysiert und die darin enthaltenen Emotionen interpretiert. Unter Anleitung von Musiklehrern komponierten die Schüler dazu passende Werke. Schlussendlich trugen die verschiedenen Schülerbands ihre zwölf Eigenkompositionen einem Publikum aus Schülern und Gastfamilien vor.

Treffen 2014-2015

  • Vom 4. bis zum 7. November 2014: Projekttreffen „Sprachförderung durch Tanz“ in Neerpelt

Die Schüler hatten vorab das Gedicht “Now” von Bart Moeyaert, einem flämischen Dichter, in ihre Muttersprache übersetzt. In der Folge suchten sie eine passende Musik und Zeichensprache zu diesem Gedicht aus. Diese drei Elemente (Musik, Gedicht und Gebärdensprache) formten die Grundlage zum Tanz.

Zu einer Instrumentalmusik erstellten sie vorab einen kurzen Tanz. In Neerpelt wurde ein passender Text (z.B. Gedicht, Märchen…) zu diesem Tanz geschrieben.

Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation, welche während der Aufführungen in Neerpelt projiziert wurde, erstellten die Schüler einen „Hintergrund“. Die Tänze der einzelnen Schülergruppen und ein gemeinsamer Tanz wurden in Neerpelt vor Schülern, Eltern, Schulleitungen, Lehrern und der Presse aufgeführt.